LTI 1.3 vs. LTI 1.1: Welchen Integrationsstandard sollten Sie verwenden?
Flat for Education verbindet sich über LTI (Learning Tools Interoperability) mit Ihrem Learning Management System (LMS). Es ist ein zertifiziertes LTI-Tool sowohl für den modernen Standard LTI 1.3 (Advantage) als auch für die traditionelle Methode LTI 1.1 (Legacy). Diese Seite erklärt den Unterschied zwischen beiden und hilft Ihnen, die passende Option für Ihre Einrichtung zu wählen.
Für neue Installationen empfehlen wir LTI 1.3 (Advantage). Es lässt sich schneller einrichten, ist sicherer und ermöglicht automatisches Rostering sowie Grade Passback. Verwenden Sie LTI 1.1 nur dann, wenn LTI 1.3 keine Option ist.
Auf einen Blick
| LTI 1.1 (Legacy) | LTI 1.3 (Advantage) | |
|---|---|---|
| Einrichtung | Manueller Austausch von Consumer Key und Shared Secret | Dynamic Registration mit einem Klick |
| Sicherheit | Ein gemeinsames Secret (OAuth 1.0a) | OpenID Connect mit signierten Schlüsseln, bei jedem Launch verifiziert |
| Wer richtet es ein | Jede Lehrkraft oder Admin-Person, häufig pro Kurs | Einmal durch die/den Admin des Schulträgers, überall verfügbar |
| Rostering | Keine Synchronisierung: Konten werden nur erstellt/aktualisiert, wenn eine Schülerin Flat öffnet | Automatische Klassen- und Kurslisten-Synchronisierung (Names and Roles) |
| Grade Passback | Nur Prozentwerte (Score normiert von 0 bis 1) | Reale Punktwerte (z. B. von 20 oder 100), automatisch übermittelt |
| Scores einbetten | Unterstützt | Unterstützt |
| Bereitstellung im gesamten Schulträger | Eingeschränkt | Ja |
Warum LTI 1.3 sicherer ist
LTI 1.1 basiert auf einem Consumer Key und einem Shared Secret, die einmalig zwischen Flat for Education und Ihrem LMS ausgetauscht werden. Da dieses Secret symmetrisch geteilt wird, muss es manuell gespeichert, verteilt und regelmäßig erneuert werden – und jede Person, die es erhält, kann die Verbindung imitieren oder einen Launch fälschen.
LTI 1.3 verzichtet vollständig auf Shared Secrets und macht den Login-Prozess deutlich robuster. Es nutzt OpenID Connect: Die Anmeldung beginnt mit einem Handshake, der bestätigt, dass die Anfrage tatsächlich von Ihrem LMS stammt. Jeder Launch wird anschließend als signiertes Token übermittelt, das Flat for Education anhand der veröffentlichten öffentlichen Schlüssel Ihres LMS verifiziert. Da dieses Token mit einem Schlüssel signiert ist, den nur Ihr LMS besitzt, kann es unterwegs nicht unbemerkt verändert oder ohne Erkennung gefälscht werden. Dadurch werden Man-in-the-Middle- und Identitätsübernahme-Angriffe beim Login verhindert. Einmalige nonce- und state-Werte sorgen für eine zusätzliche Schutzschicht: Sie verhindern, dass ein abgefangener Launch erneut abgespielt wird, oder dass ein gefälschter Sign-in eingeschleust wird (Cross-Site Request Forgery). Das Ergebnis ist eine Verbindung, die sowohl sicherer als auch leichter zu warten ist – ohne sensible Secrets, die geleakt oder rotiert werden müssten.
Das bietet Ihnen die LTI-1.3-Integration von Flat for Education
Zusätzlich zum Standard selbst automatisiert die LTI-1.3-Implementierung von Flat for Education Aufgaben, die Admins und Lehrkräfte früher manuell erledigen mussten:
- Einrichtung mit einem Klick per Dynamic Registration: Ihr LMS und Flat for Education tauschen Konfiguration und Sicherheitsschlüssel automatisch aus und ersetzen damit den manuellen, mehrstufigen Schlüsselaustausch.
- Automatisches Rostering: Mit LTI 1.3 hält Flat for Education Ihre Klassen und Kurslisten automatisch mit Ihrem LMS synchron (Names and Roles). So erscheint die gesamte Lerngruppe, ohne dass jemand das Tool zuerst öffnen muss, und die Kursliste wird bei Änderungen der Einschreibungen automatisch aktualisiert. LTI 1.1 hatte keine Synchronisierung: Ein Konto wurde erst erstellt bzw. aktualisiert, wenn die entsprechende Person unser Produkt aus dem LMS heraus geöffnet hat – die Kursliste füllte sich daher nach und nach, sobald die Lernenden das Tool starteten.
- Automatisches Grade Passback: Noten werden direkt in das Notenbuch Ihres LMS übertragen, sobald Sie eine Aufgabe bewerten – ohne zusätzliche Konfiguration. Flat for Education übermittelt die tatsächlich erreichten Punkte (z. B. 18 von 20) statt des reinen Prozentwerts, auf den LTI 1.1 beschränkt war.
- Single Sign-on und Konto-Provisionierung: Lehrkräfte und Schüler*innen landen in Flat for Education bereits angemeldet, und ihre Konten werden beim ersten Launch automatisch erstellt.
- Installation für den gesamten Schulträger: Die Admin-Person richtet alles einmal ein, und Flat for Education ist sofort in jedem Kurs verfügbar – ohne Einrichtung durch Lehrkräfte.
- Passt sich an Ihr LMS an: Flat for Education erkennt automatisch, welche Services Ihr LMS unterstützt, sodass Sie nur die Funktionen erhalten, die Ihre Plattform auch anbietet.
Wann LTI 1.1 weiterhin die richtige Wahl ist
LTI 1.1 (Legacy) bleibt eine gute Option, wenn:
- Ihr LMS LTI 1.3 nicht unterstützt.
- Sie einen einzelnen Kurs ohne Admin-Berechtigungen einrichten möchten.
- Sie mehrere Flat for Education-Organisationen mit einer LMS-Instanz eines Schulträgers verbinden müssen.
- Sie das Schuljahr mit LTI 1.1 begonnen haben und die Kontinuität beibehalten möchten.
Richten Sie Ihre Integration ein
Möchten Sie Ihr LMS verbinden?
- LTI 1.3 mit Dynamic Registration einrichten: der schnellste Weg für jedes LTI-1.3-fähige LMS.
- Plattformspezifische Anleitungen: Canvas, Schoology, Moodle, Blackboard, ClassLink und Schoolbox.
Entwickler*innen und Plattformen, die Flat for Education integrieren möchten, finden die technischen Details zur Implementierung beider Standards in unserer Developer-Dokumentation: LTI 1.3 (Advantage) und LTI 1.1 (Legacy).
Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl oder Einrichtung Ihrer LTI-Integration benötigen, kontaktieren Sie bitte unser Support-Team unter edu@flat.io.
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