LTI 1.3 vs. LTI 1.1: Welchen Integrationsstandard sollten Sie verwenden?
Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2026
Flat for Education verbindet sich über LTI (Learning Tools Interoperability) mit Ihrem Learning Management System (LMS). Es ist ein zertifiziertes LTI-Tool sowohl für den modernen Standard LTI 1.3 (Advantage) als auch für die klassische Methode LTI 1.1 (Legacy). Auf dieser Seite erfahren Sie die Unterschiede zwischen beiden Standards und erhalten Hilfe bei der Auswahl der passenden Option für Ihre Einrichtung.
Für neue Installationen empfehlen wir LTI 1.3 (Advantage). Es ist schneller eingerichtet, sicherer und ermöglicht automatische Kurs- und Nutzerzuordnung (Rostering) sowie Notenrückgabe (Grade Passback). Verwenden Sie LTI 1.1 nur, wenn LTI 1.3 nicht verfügbar ist.
Auf einen Blick
| LTI 1.1 (Legacy) | LTI 1.3 (Advantage) | |
|---|---|---|
| Einrichtung | Manueller Austausch von Consumer Key und Shared Secret | Dynamic Registration mit einem Klick |
| Sicherheit | Ein einziges gemeinsames Secret (OAuth 1.0a) | OpenID Connect mit signierten Schlüsseln, bei jedem Start verifiziert |
| Wer richtet es ein | Jede Lehrkraft oder Admin, oft pro Kurs | Schul-/Distrikt-Admin einmalig, überall verfügbar |
| Rostering | Keine Roster-Synchronisierung; Konten werden nur erstellt und aktualisiert, wenn eine Schülerin Flat öffnet | Automatische Klassen- und Roster-Synchronisierung (Names and Roles) |
| Notenrückgabe (Grade passback) | Nur Prozentwerte (Score normalisiert von 0 bis 1) | Echte Punktwerte (z. B. von 20 oder 100), automatisch übertragen |
| Ergebnisse einbetten | Unterstützt | Unterstützt |
| Distriktweite Bereitstellung | Eingeschränkt | Ja |
Warum LTI 1.3 sicherer ist
LTI 1.1 basiert auf einem einzelnen Consumer Key und einem Shared Secret, die einmalig zwischen Flat for Education und Ihrem LMS ausgetauscht werden. Da dieses Secret symmetrisch geteilt wird, muss es manuell gespeichert, verteilt und regelmäßig erneuert werden – und jede Person, die es in die Hände bekommt, kann die Verbindung imitieren oder einen Start (Launch) fälschen.
LTI 1.3 verzichtet vollständig auf Shared Secrets und stärkt den Anmeldeprozess selbst. Es nutzt OpenID Connect: Die Anmeldung beginnt mit einem Handshake, der bestätigt, dass die Anfrage tatsächlich von Ihrem LMS stammt. Jeder Launch wird anschließend als signiertes Token übermittelt, das Flat for Education anhand der von Ihrem LMS veröffentlichten öffentlichen Schlüssel verifiziert. Weil dieses Token mit einem Schlüssel signiert ist, den nur Ihr LMS besitzt, kann es während der Übertragung nicht unbemerkt verändert oder gefälscht werden. Das erschwert Man-in-the-Middle- und Identitätsmissbrauch-Angriffe beim Login erheblich. Einmalige nonce- und state-Werte fügen eine weitere Schutzschicht hinzu: Sie verhindern sowohl das Wiederverwenden abgefangener Launches (Replay) als auch das Einschleusen gefälschter Anmeldeanfragen (Cross-Site Request Forgery). Das Ergebnis ist eine Verbindung, die zugleich sicherer und wartungsärmer ist – ohne sensible Secrets, die auslaufen oder rotiert werden müssen.
Was Sie mit der LTI-1.3-Integration von Flat for Education erhalten
Über den Standard hinaus automatisiert die LTI-1.3-Implementierung von Flat for Education Aufgaben, die Admins und Lehrkräfte früher manuell erledigen mussten:
- Einrichtung mit einem Klick dank Dynamic Registration: Ihr LMS und Flat for Education tauschen Konfiguration und Sicherheitsschlüssel automatisch aus – statt eines manuellen, mehrstufigen Schlüsselaustauschs.
- Automatisches Rostering: Mit LTI 1.3 hält Flat for Education Ihre Klassen und Roster automatisch mit Ihrem LMS synchron (Names and Roles). Dadurch ist die gesamte Klasse sofort sichtbar, ohne dass Lernende das Tool zuerst öffnen müssen, und Änderungen bei Einschreibungen werden automatisch übernommen. In LTI 1.1 gab es keine Roster-Synchronisierung: Ein Konto wurde erst erstellt bzw. aktualisiert, wenn die betreffende Person unser Produkt aus dem LMS heraus geöffnet hat – die Klasse füllte sich also nach und nach, sobald die Lernenden das Tool gestartet haben.
- Automatische Notenrückgabe (Grade Passback): Sobald Sie eine Aufgabe bewerten, werden Noten ohne zusätzliche Konfiguration direkt an das Notenbuch (Gradebook) Ihres LMS übertragen. Flat for Education sendet dabei die tatsächlich erreichten Punkte (z. B. 18 von 20) statt des reinen Prozentwerts, auf den LTI 1.1 beschränkt war.
- Single Sign-on und Konto-Provisionierung: Lehrkräfte und Lernende landen bereits angemeldet in Flat for Education, und ihre Konten werden beim ersten Launch automatisch erstellt.
- Distriktweite Installation: Der Admin richtet die Integration einmal ein, und Flat for Education ist sofort in jedem Kurs verfügbar – ohne Einrichtung durch Lehrkräfte.
- An Ihr LMS angepasst: Flat for Education erkennt automatisch, welche Dienste Ihr LMS unterstützt, sodass Ihnen nur die Funktionen angezeigt werden, die Ihre Plattform bereitstellt.
Wann LTI 1.1 weiterhin die richtige Wahl ist
LTI 1.1 (Legacy) bleibt eine gute Option, wenn:
- Ihr LMS LTI 1.3 nicht unterstützt.
- Sie einen einzelnen Kurs ohne Admin-Berechtigungen einrichten möchten.
- Sie mehrere Flat for Education-Organisationen mit einer LMS-Distrikt-Instanz verbinden müssen.
- Sie das Schuljahr mit LTI 1.1 begonnen haben und Kontinuität wahren möchten.
Richten Sie Ihre Integration ein
Möchten Sie Ihr LMS verbinden?
- LTI 1.3 mit Dynamic Registration einrichten: der schnellste Weg für jedes LTI-1.3-fähige LMS.
- Plattform-spezifische Anleitungen: Canvas, Schoology, Moodle, Blackboard, ClassLink und Schoolbox.
Entwickler*innen und Plattformen, die Flat for Education integrieren möchten, finden technische Details dazu, wie wir beide Standards implementiert haben, in unserer Developer-Dokumentation: LTI 1.3 (Advantage) und LTI 1.1 (Legacy).
Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl oder Einrichtung Ihrer LTI-Integration benötigen, kontaktieren Sie bitte unser Support-Team unter edu@flat.io.
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