LTI 1.3 vs. LTI 1.1: Welchen Integrationsstandard sollten Sie verwenden?
Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026
Flat for Education verbindet sich über LTI (Learning Tools Interoperability) mit Ihrem Learning Management System (LMS). Es ist ein zertifiziertes LTI-Tool sowohl für den modernen Standard LTI 1.3 (Advantage) als auch für die traditionelle Methode LTI 1.1 (Legacy). Diese Seite erklärt die Unterschiede zwischen beiden und hilft Ihnen, die passende Option für Ihre Institution auszuwählen.
Für neue Installationen empfehlen wir LTI 1.3 (Advantage). Es ist schneller eingerichtet, sicherer und ermöglicht automatische Kurs- und Nutzerzuordnung sowie Notenrückgabe. Verwenden Sie LTI 1.1 nur, wenn LTI 1.3 nicht möglich ist.
Auf einen Blick
| LTI 1.1 (Legacy) | LTI 1.3 (Advantage) | |
|---|---|---|
| Einrichtung | Manueller Austausch von Consumer Key und Shared Secret | Dynamic Registration mit einem Klick |
| Sicherheit | Ein einziges gemeinsames Secret (OAuth 1.0a) | OpenID Connect mit signierten Schlüsseln, bei jedem Start validiert |
| Wer richtet es ein | Jede Lehrkraft oder Admin, oft pro Kurs | Admin auf Bezirksebene einmalig, überall verfügbar |
| Kurs- und Nutzerzuordnung | Keine Synchronisierung; Konten werden nur erstellt und aktualisiert, wenn ein:e Schüler:in Flat öffnet | Automatische Synchronisierung von Kursen und Teilnehmerlisten (Names and Roles) |
| Notenrückgabe | Nur Prozentwerte (Score normiert auf 0 bis 1) | Reale Punktwerte (z. B. von 20 oder 100), automatisch übertragen |
| Scores einbetten | Unterstützt | Unterstützt |
| Bezirkweite Bereitstellung | Eingeschränkt | Ja |
Warum LTI 1.3 sicherer ist
LTI 1.1 basiert auf einem einzelnen Consumer Key und Shared Secret, die einmalig zwischen Flat for Education und Ihrem LMS ausgetauscht werden. Da dieses Secret symmetrisch geteilt wird, muss es manuell gespeichert, verteilt und regelmäßig erneuert werden. Wer es in die Hände bekommt, kann die Verbindung imitieren oder einen Launch fälschen.
LTI 1.3 verzichtet vollständig auf Shared Secrets und stärkt den Anmeldevorgang selbst. Es nutzt OpenID Connect: Die Anmeldung beginnt mit einem Handshake, der bestätigt, dass die Anfrage tatsächlich von Ihrem LMS stammt. Jeder Launch wird anschließend als signiertes Token übermittelt, das Flat for Education anhand der veröffentlichten öffentlichen Schlüssel Ihres LMS verifiziert. Da dieses Token mit einem Schlüssel signiert ist, den nur Ihr LMS besitzt, kann es unterwegs nicht unbemerkt verändert oder ohne Erkennung gefälscht werden. Damit werden Man-in-the-Middle- und Identitäts-/Impersonation-Angriffe beim Login wirksam verhindert. Einmalige nonce- und state-Werte fügen eine weitere Schutzschicht hinzu: Sie verhindern, dass ein abgefangener Launch erneut abgespielt wird, oder dass ein gefälschter Sign-in untergeschoben wird (Cross-Site Request Forgery). Das Ergebnis ist eine Verbindung, die sowohl sicherer als auch leichter zu warten ist – ohne sensible Geheimnisse, die auslaufen oder manuell rotiert werden müssten.
Was Sie mit der LTI-1.3-Integration von Flat for Education erhalten
Über den Standard hinaus automatisiert die LTI-1.3-Implementierung von Flat for Education viele Aufgaben, die Admins und Lehrkräfte früher manuell erledigen mussten:
- Einrichtung mit einem Klick dank Dynamic Registration: Ihr LMS und Flat for Education tauschen Konfiguration sowie Sicherheits-/Schlüsselmaterial automatisch aus und ersetzen damit den manuellen, mehrstufigen Schlüsselaustausch.
- Automatische Kurs- und Nutzerzuordnung: Mit LTI 1.3 hält Flat for Education Ihre Kurse und Teilnehmerlisten automatisch mit Ihrem LMS synchron (Names and Roles). So erscheint die gesamte Klasse sofort, ohne dass jemand das Tool zunächst öffnen muss, und die Teilnehmerliste wird bei Änderungen der Einschreibungen automatisch aktualisiert. LTI 1.1 hatte keine Synchronisierung: Das Konto eines/einer Schüler:in wurde nur dann erstellt bzw. aktualisiert, wenn die Person unser Produkt aus dem LMS heraus öffnete – die Klasse füllte sich also schrittweise, je nachdem, wer das Tool startete.
- Automatische Notenrückgabe: Sobald Sie eine Aufgabe bewerten, werden die Noten ohne zusätzliche Konfiguration direkt in das Notenbuch Ihres LMS übertragen. Flat for Education sendet die tatsächlich erreichten Punkte (z. B. 18 von 20) statt des reinen Prozentwerts, auf den LTI 1.1 beschränkt war.
- Single Sign-on und Konto-Provisionierung: Lehrkräfte und Schüler:innen landen in Flat for Education bereits angemeldet; ihre Konten werden beim ersten Launch automatisch erstellt.
- Bezirkweite Installation: Der Admin führt die Einrichtung einmal durch und Flat for Education ist sofort in jedem Kurs verfügbar – ohne Setup-Aufwand für Lehrkräfte.
- An Ihr LMS angepasst: Flat for Education erkennt automatisch, welche Services Ihr LMS unterstützt, sodass Sie nur die Funktionen erhalten, die Ihre Plattform anbietet.
Wann LTI 1.1 weiterhin die richtige Wahl ist
LTI 1.1 (Legacy) bleibt eine gute Option, wenn:
- Ihr LMS LTI 1.3 nicht unterstützt.
- Sie einen einzelnen Kurs ohne Admin-Berechtigungen einrichten möchten.
- Sie mehrere Flat-for-Education-Organisationen mit einer LMS-Instanz auf Bezirksebene verbinden müssen.
- Sie das Schuljahr mit LTI 1.1 begonnen haben und Kontinuität beibehalten möchten.
Richten Sie Ihre Integration ein
Möchten Sie Ihr LMS verbinden?
- LTI 1.3 mit Dynamic Registration einrichten: der schnellste Weg für jedes LTI-1.3-fähige LMS.
- Plattformspezifische Anleitungen: Canvas, Schoology, Moodle, Blackboard, ClassLink und Schoolbox.
Entwickler:innen und Plattformen, die Flat for Education integrieren möchten, finden die technischen Details dazu, wie wir beide Standards umgesetzt haben, in unserer Entwicklerdokumentation: LTI 1.3 (Advantage) und LTI 1.1 (Legacy).
Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl oder Einrichtung Ihrer LTI-Integration benötigen, kontaktieren Sie bitte unser Support-Team.
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